Archive für Beiträge mit Schlagwort: Social Reading

Social Reading-Elemente verstärken die Bindung einer bestimmten Gruppe von Konsumenten an das digitale Ökosystem

E-Book-Plattformen bieten ihren Nutzern häufig Foren und andere Social Reading-Elemente an, die den Austausch zwischen Lesern über Bücher erlauben. Aber auch andere Websites, Blogs oder Dienste (wie etwa books140 auf Twitter) bieten verschiedene Formen des „Social Reading“. Der Austausch über Gelesenes im Netz erfreut sich bei den Nutzern offenbar großer Beliebtheit. Immerhin sind es hier echte Menschen, die ein Buch empfehlen, und nicht Algorithmen, weshalb die Chancen auf Überraschungen deutlich besser stehen als etwa bei automatisch generierten Kaufempfehlungen im online-Shop.

Wenn E-Book-Plattformen ihren Lesern Social Reading in Form von Vernetzung mit  anderen Lesern über Kommentarfunktionen oder Lesezirkel anbieten, wollen sie damit das Lese-Erlebnis des Nutzers um neue Möglichkeiten bereichern und als Anbieter von  E-Books attraktiver werden. Digitale Plattfomen können hier den Kunden nachhaltiger binden als etwa der Buchhändler um die Ecke, der E-Books über seine Website anbietet. Der Lesezirkel trifft sich zwar nur virtuell, wird aber unmittelbar in Verbindung mit dem Buch angeboten und ist u.U. mit seinen Funktionen auch in die Hardware integriert.

Auch Verlage haben Social Reading als Instrument der Akquise oder Kundenbindung für sich entdeckt. Manche Verlage erhoffen sich von Social Media einen direkten Draht zum Kunden, den sie bislang in aller Regel nicht hatten. Auch für den Start neuer Geschäftsmodelle verspricht man sich von Social Media positive Effekte, etwa durch virales Marketing. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Social Media wirklich zu einer nachhaltigen Direktbeziehung zwischen Verlagen und Lesern (oder auch nur zu mehr Buchkäufen) führen wird. Wahrscheinlicher scheint – schon im Hinblick auf den immensen Aufwand, der mit erfolgreichem Social Media Marketing auf Dauer verbunden ist – dass Plattformbetreiber stärker als Verlage und Buchhandel von dieser Strategie profitieren können. Den Rest des Beitrags lesen »

Mitte der Woche durfte ich bei der Frankfurt Digital Night des Börsenvereins des deutschen Buchhandels über die Bedeutung von offenen Programmierschnittstellen für innovative Dienstleistungen rund um E-Books sprechen. Zentrales Argument des Vortrags: Im Bereich von social reading und data-driven publishing wird Offenheit von Schnittstellen zu einem Feature. Mehr zum Thema im Policy Brief der Forschungsgruppe (PDF).