Den besseren Titel für einen Eintrag zu diesem Thema hatte bereits Nico Lumma weggeschnappt: „Vom Internet zum Netzwerk der Ökosysteme„. Anlässlich der Vorstellung von Amazons neuem Tablet „Kindle Fire“ (siehe obiges Video) skizziert Lumma, wie sich das Internet durch die Dominanz von Plattformen in immer mehr Bereichen verändert:

Das Interessante ist doch, daß Google, Facebook, Amazon und Apple gigantische Ökosysteme geschaffen haben, die Wertschöpfung im Zentrum haben, aber durch Schnittstellen mehr oder weniger offen nach Außen hin sind. […] Diese neuen Ökosysteme sorgen dafür, daß sie große Zahlen von Nutzern an sich binden, dann bieten sie Dritten den Zugang zu diesen Nutzern an und profitieren dadurch, entweder weil Dritte von den Nutzern gewollte Dienstleistungen erbringen oder Inhalte liefern, oder schlicht weil Dritte für den Zugang zu den Nutzern bezahlen.

Für Unternehmen ist mit dieser Entwicklung verbunden, dass sie es ohne Zugang zu einem dieser Ökosysteme immer schwerer haben werden, potentielle Kunden zu erreichen. Aus Nutzerperspektive ist mit diesen Ökosystemen eine Vereinfachung verbunden. Lumma:

Der Computer mit seinem Betriebsystem wird immer weniger sichtbar, sondern das Ökosystem steht im Vordergrund. Die Einfachheit ist allerdings verbunden mit einer engeren Verknüpfung mit einem Ökosystem und es wird in Zukunft immer schwieriger werden, sich aus dem Lock-In eines Ökosystem zu befreien, weil es eben so schön praktisch und einfach ist.

Am Ende seines Beitrags drückt Lumma seine diesbezügliche Skepsis in Form einer, wenn nicht der entscheidenden Frage bezüglich der Zukunft des Internets aus: „Schöne neue Welt?“ Den Rest des Beitrags lesen »

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