Archive für Beiträge mit Schlagwort: digitale gesellschaft

Am 24. November 2011 lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung ins base_camp zu Vorträgen und einem Panel zum Thema „Alles möglich, keine Grenzen? – Das Urheberrecht in der digitalen Welt„. Angesichts des Titels bin ich gespannt wie lange es bis zum obligatorischen „Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!“ dauern wird. In der Vorankündigung wird das Thema jedenfalls wie folgt aufgesetzt:

Das Urheberrecht war vor Jahren ein Thema, für das sich lediglich einige Experten interessierten.
Zwischenzeitlich hat sich seine Bedeutung grundlegend geändert. Die Plagiatsaffären, die Festnahmen der Betreiber der Internetpräsenz http://www.kino.to oder unzählige Abmahnungen von Internetnutzern, Web- bzw. Shopbetreibern haben die gesellschaftliche Diskussion um das geistige Eigentum entfacht.

Die Analyse, dass das Urheberrecht heute für breitere Bevölkerungsteile bedeutsam ist, teile ich uneingeschränkt. Kürzlich habe ich beim netzpolitischen Abend der digitalen gesellschaft diesbezüglich ein Gedankenexperiment von Jamie Boyle (2008: 50) zitiert: Den Rest des Beitrags lesen »

Google lädt am 24.11.2011 zum DatenDialog in die Berliner Kalkscheune ein. Für viele könnte die vermeintliche Wandlung vom Saulus zum Paulus auf größeres Interesse stoßen (zumindest in einer vagen externen Betrachtung). Auf jeden Fall ist die gebotene Bühne so attraktiv, dass man über bestehende unterschiedliche Sichtweisen kurz hinwegblickt. Alles in allem unstrittig ist die Bedeutung des Themas Datenschutz für alle Bereiche der digitalen Welt.

Chancen, Risiken und Lösungen rund um das Thema Daten und Privatsphäre im Internet sowie die jeweilige Verantwortung der einzelnen Akteure beschäftigt Nutzer und Netzwirtschaft, Politik und Datenschützer wie kaum ein anderes netzpolitisches Thema.

Hiermit laden wir Sie herzlich ein, an unserer eintägigen interaktiven Veranstaltung „DatenDialog“ teilzunehmen und zusammen mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Regulierung und Zivilgesellschaft diese zentrale gesellschaftliche Frage vor allem praxisnah zu diskutieren.

Ein Blick auf die Agenda wirft allerdings am Ende die Frage auf, wie Datenschutz international harmonisiert werden kann. Letztlich können wir alles tun, Nutzer aufklären, Produkte einfacher erklären, Politikern das Internet erklären, aber wenn es nicht gelingt eine (möglichst) weltweite verbindliche Regelung für den Datenumgang zu treffen, wird es immer wieder Insellösungen geben, hinter die sich entweder Anbieter oder auch Nutzer zurückziehen können.

Aber vielleicht gibt der Workshop 3 unter dem Titel „Ansätze zu einer modernen Datenschutzregulierung – Neue Regeln für eine neue Datenwelt?“ passende Antworten.

(Thomas Schauf)