e-book-geraeteSeit dem Aufkommen und der zunehmenden Verbreitung spezialisierter Lesegeräte (sog. E-Reader) und multimedialer Generalisten (insbesondere Tablet-PCs,) entwickelt sich auch in Deutschland ein Markt für digitale Bücher (siehe Grafik unten und zusätzliche Zahlen bei MediaControl). Die Dynamik technologischen Fortschritts und die darauf aufbauenden neuen Geschäftsmodelle haben das Potenzial, für eine Verschiebung innerhalb der Wertschöpfungskette im Buchmarkt zu sorgen. Gleichzeitig bilden sich Marktstrukturen, wie sie in vielen digitalen Bereichen zu beobachten sind: wenige starke Anbieter prägen das Marktgeschehen. Deren Angebote sind unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass die in einem Dienst erworbenen Bücher nicht ohne Weiteres in einen anderen übertragen werden können.

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Mit der Entscheidung für ein bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Plattform trifft der Leser also zumindest mittelfristig eine Entscheidung für ein (digitales) Ökosystem und nimmt damit Einschränkungen in Kauf.

Basierend auf den allgemeinen Erwägungen zu digitalen Ökosystemen (vgl. den Policy Brief der Projektgruppe) waren spezielle Beobachtungen und Prognosen für die sich entwickelnden E-Book-Ökosysteme Gegenstand der Untersuchung.

Jessica Sänger / Thomas F. Dapp / Mario Rehse

 

Thesen zu E-Book-Ökosystemen
#1: Plattformbetreiber & Offenheit (Mario Rehse)
#2: Plattformbetreiber & Quersubventionierung (Thomas F. Dapp)
#3: Social Reading (Jessica Sänger)
#4: Konkurrenz im Ökosystem (Mario Rehse)
#5: Stationärer Buchhandel (Jessica Sänger)
#6: Walled Garden Strategien (Thomas F. Dapp)
#7: Direktgeschäft von Verlagen (Mario Rehse)