Das Internet mehr und mehr zu einem Netzwerk von plattformbasierten Ökosystemen. Es entstehen partiell abgeschlossene Bereiche, deren Zugang von Plattformbetreibern kontrolliert wird. Diese betonen ihre Innovationsoffenheit, Kritiker befürchten jedoch neue digitale Mauern. Wird es vor diesem Hintergrund auch in Zukunft möglich sein, dass Unternehmen unabhängig Produkte entwickeln können oder müssen sie sich Vorgaben machen lassen?

Wesentlich für den innovationsfördernden Charakter des Internets sind breiter Zugang und große Nutzungsfreiheit. Facebook, Google und Apple, aber auch Business-Anbieter wie SAP setzen durch ihre Plattformen häufig quasi-Standards bzw. entscheiden, was im jeweiligen Plattformkontext möglich ist. Das Internet wird so mehr und mehr zu einem Netzwerk digitaler Ökosysteme. Und auch in bestehenden Märkten wie dem Buchmarkt diktieren große Plattformanbieter wie Amazon mehr und mehr, wie die Branche sich entwickelt. Wie lässt sich angesichts dieser Entwicklung, die Innovationsoffenheit des Webs auch in Zukunft maximieren?

Diese Frage steht im Fokus der gemeinsamen Veranstaltung zusammen mit der Experteninitiative “Innovation im Digitalen Ökosystem” des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory e.V. (Co:Lab) mit zwei hochkarätigen Gästen:

| Prof. Dr. Urs Gasser, Executive Director, Berkman Center for Internet & Society, Harvard University

| Dr. Jeanette Hofmann, Direktorin, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Diskussionsgrundlage wird unter anderem der Policy Brief der Forschungsgruppe „The Business Web“ mit dem Titel „Schönes neues Internet? Chancen und Risiken für Innovation in digitalen Ökosystemen“ (PDF) sein.